|
Philipps
Pitts S-2a
Die Pitts S-2a war zur Zeit ihrer Konstruktion das erste doppelsitzige
Kunstflug-Flugzeug, mit dem sich wirklich das gesamte Spektrum
des Kunstfluges trainieren ließ. Sie wird von einem
200 PS Boxermotor angetrieben und ist mit einem Rückenflugsystem
für die Oel- und Benzinversorgung ausgerüstet. Aufgebaut
aus einem stoffbespanntem Stahlrohrrumpf mit Holzflügeln
stellt das Flugzeug eine solide und bewährte Technik
dar.
Die Flugeigenschaften
sind beeindruckend, die Steuerbarkeit außergewöhnlich
präzise. Feinste Ruderausschläge genügen, um
das Flugzeug innerhalb von einer Sekunde aus der Normalfluglage
auf den Rücken zu rollen. Eigentlich muß man nur
in eine Richtung denken und schon reagiert die Pitts in die
richtige Richtung. So virtuos die Steuerbarkeit ist, so feinfühlig
und wachsam will sie gelandet werden. Ihr Verhalten ist jedoch
immer ehrlich und gerade heraus.
Die Ausrüstung
ist spartanisch, auf den einzigen Zweck reduziert. Das Flugzeug
hat keine Heizung und auch Sitzpolster oder einen geräumigen
Laderaum sucht man vergebens. Trotzdem ist dieser rot-weiße
Doppeldecker der Traum vieler Pilotinnen und Piloten, für
die das Kunstfliegen in seiner ultimativen Form eine Leidenschaft
und Freude ist.
Heute
hat die Maschine mit dem Kennzeichen D-EXPH ein Alter von
30 Jahren erreicht. Ursprünglich wurde sie 1983 von dem
späteren Weltmeister Klaus Schrodt aus den USA nach Deutschland
geholt. Klaus Schrodt fliegt heute eine Extra 330S. Damit
hat er ein Flugzeug, das gerade für die moderene Wettbewerbsfliegerei
besser geeignet ist. Den Kultstatus einer Pitts werden die
Extra Flugzeuge wohl erst in vielen Jahrzehnten erhalten.
Der technische
Zustand wird durch intensive Wartung und regelmäßige
Prüfung auf dem Niveau eines Neuflugzeuges gehalten.
Hier muß man für jede Flugstunde mit mindestens
zwei Wartungsstunden rechnen. Die präzise Funktion aller
Teile eines Flugzeuges ist jedoch lebenswichtig und erlaubt
keinerlei Kompromisse.
Regelmäßig
kann man die Pitts während des Trainings über dem
Sauerland am Himmel entdecken. Hier übt Philipp die Programme
für die Wettbewerbe und Flugtage an denen er in der ganzen
Saison teilnimmt. Weiterhin unterrichtet er in seiner Freizeit
andere Piloten im Kunstflug und überführt Flugzeuge
aller Art.
Interesse
geweckt? Kontakt: Philipp
Hilker
|